Führungskräfte sind Problemlöser. Doch wahre Führung beginnt oft dort, wo es keine einfache Lösung gibt.
👉 Ambiguitätstoleranz heißt nicht, Unsicherheit „zu ertragen“. Es bedeutet, handlungsfähig zu bleiben, auch wenn keine klare Antwort existiert.
👉 Führung bedeutet nicht, Widersprüche aufzulösen, sondern mit ihnen zu arbeiten und ein System zu schaffen, das mit Spannungen umgehen kann.
Die gute Nachricht: Ambiguitätstoleranz ist eine Kompetenz und sie lässt sich trainieren.
Hier sind 3 Tipps, die dir helfen, deine Ambiguitätstoleranz zu trainieren:
1. Nicht alles muss entschieden werden – manches muss erst verstanden werden.
Vorschnelle Entscheidungen schaffen oft nur scheinbare Sicherheit.
Impuls: Brauche ich wirklich eine Entscheidung – oder ein besseres Verständnis der Situation?
2. Ambiguität ist kein Fehler im System – sie gehört dazu.
Viele Probleme sind unlösbar, weil sie als Entweder-Oder gedacht werden.
Impuls: Welche Option berücksichtigt beide Seiten, statt nur eine?
3. Prognosen geben keine Sicherheit – aber Szenarien machen handlungsfähig.
Nicht die richtige Vorhersage bringt Stabilität, sondern die Fähigkeit, mit verschiedenen Entwicklungen umzugehen.
Impuls: Was, wenn ich nicht frage „Was wird passieren?“, sondern „Welche drei Szenarien sind denkbar und wie bereite ich mich darauf vor?“
Ambiguitätstoleranz bedeutet nicht, Unklarheit auszuhalten, sondern zu verstehen: Widersprüche verschwinden nicht, sie verändern nur ihre Form.
Führung erfordert, Gegensätze gleichzeitig zu halten.
Es gibt selten eine endgültige Lösung, nur Entscheidungen, die neue Spannungen erzeugen.
Was bedeutet das für dich?
Wie gehst du mit Mehrdeutigkeit in deiner Führung um?