Viele Entscheidungen fühlen sich an, als müsste man sich füreine Seite entscheiden.
Doch was, wenn es nicht um „entweder-oder“ geht, sondern um„sowohl-als-auch“?
➡️Du willst für dein Team dasein, aber dein Kalender ist voll.
➡️Du willst Flexibilität ermöglichen, doch das Unternehmen brauchtStabilität.
➡️Du willst individuelle Leistungen anerkennen, aber niemanden bevorzugen.
Diese Spannungsfelder sind nicht die Ausnahme – sie sind derKern von Führung.
Der Versuch, sie endgültig zu lösen, führt in die Sackgasse.
Es geht nicht darum, das eine gegen das andere auszutauschen, sondern beideSeiten bewusst auszubalancieren.
Wer Dilemmata als festen Bestandteil von Führung akzeptiert, kann souveränermit ihnen umgehen.
Diese 3 Prinzipien helfen dabei:
- Akzeptieren, dass es keine perfekte Lösung gibt. Führung bedeutet, mit Spannungen zu arbeiten, statt sie zu verdrängen.
- Nicht nach endgültigen Entscheidungen suchen. Stattdessen gilt es, eine Balance zu finden, die immer wieder neu angepasst werden kann.
- In kleinen Schritten denken. Statt auf eine ideale Lösung zu warten, ist es oft besser, pragmatische Anpassungen zu testen.
Ambiguitätstoleranz entsteht nicht durch theoretischeKonzepte, sondern durch gelebte Erfahrung.
Sie wächst, wenn wir Unsicherheit bewusst dosieren – langegenug, um verschiedene Perspektiven wirklich zu verstehen, aber nicht so lange ,dass wir in Passivität verfallen. Sie zeigt sich darin, dass wir gezielt nach Argumenten suchen, die unserer ersten Einschätzung widersprechen, ohne uns in Endlos-Abwägungen zu verlieren.
Und sie bedeutet, Entscheidungen zu treffen, die nicht füralle perfekt sind, aber für den Moment tragfähig – mit der Bereitschaft, siebei neuen Erkenntnissen anzupassen.
Die Kunst liegt darin, Widersprüche nicht als Störfaktor,sondern als Teil des Spiels zu begreifen.
Ich übe mich selbst jeden Tag darin – mal mit mehr, mal mitweniger Erfolg. ;)
Welche Zielkonflikte beschäftigen dich aktuell – und wiegehst du damit um?