Dein Team zieht nicht mit?
Es könnte an der Beziehungsebene liegen.
Strategien, Strukturen, Prozesse – alles wichtige Aspekte guter Führung.
Doch sie greifen nur auf der Sachebene.
Ob Menschen mitdenken, Verantwortung übernehmen oder sich zurückziehen, entscheidet sich woanders: in ihrer Beziehung zur Führungskraft.
Und genau hier liegt das Problem.
❌ Beziehungen sind keine KPIs.
❌ Sie stehen in keinem Projektplan.
❌ Sie lassen sich nicht „messen“.
Aber sie entscheiden über alles:
👉 Ob Teams mutig oder passiv sind.
👉 Ob Meetings produktiv oder zäh verlaufen.
👉 Ob Konflikte gelöst oder ausgesessen werden.
Ein Team kann perfekt organisiert sein – und trotzdem nicht funktionieren.
--> Meetings sind sachlich, doch es bleibt eine unterschwellige Spannung.
--> Rollen sind klar, aber niemand übernimmt Verantwortung.
--> Auf dem Papier stimmt alles – und doch fehlt etwas: eine tragfähige Beziehungsebene.
Viele Führungskräfte tun sich schwer damit. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil Führung oft mit Souveränität und Kontrolle gleichgesetzt wird.
Gute Führung wirkt anders.
--> Vertrauen wächst nicht durch Worte, sondern durch Verlässlichkeit.
--> Konflikte lösen sich nicht durch Harmonie, sondern durch das Aushalten von Spannungen.
--> Gute Beziehungen entstehen nicht durch Absicht, sondern durch erlebte Klarheit.
--> Manchmal heißt das, Unsicherheit auszuhalten – statt sie sofort zu lösen.
--> Manchmal heißt das, Erwartungen klar zu formulieren – statt auf Verständnis zu hoffen.
--> Manchmal heißt das, nicht für eine gute Atmosphäre zu sorgen – sondern für ehrliche Auseinandersetzung.
Wer nur auf Nähe setzt, riskiert Beliebigkeit. Wer nur auf Autorität setzt, bleibt irgendwann allein.
Mich interessiert: Wird Beziehungsgestaltung in Führung immer noch unterschätzt – oder verändert sich etwas?
Und woran merkst du das in deinem Team?